Max Kratz

 
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Biografie Kunstmarkt/Service Literatur Impressum
Max Kratz

Remscheid 1921
- Düsseldorf 2000


Max Kratz, am 3. Mai 1921 in Remscheid geboren, modelliert schon als Kind mit allen vorhandenen Materialien.
1935-1940 auf Wunsch des Vaters Erlernung eines „soliden“ Berufes: Goldschmiedelehre, Gesellenprüfung und Besuch der Kunstgewerbeschule Krefeld. Daneben Arbeiten im Atelier eines Düsseldorfer Bildhauers. Die obligatorische H.J.-Pflicht verbringt er bei den Segelfliegern.
1941 Aufnahmeprüfung und Beginn des Studiums an der Düsseldorfer Kunstakademie, Prof. Bindel.
1941 nach einem Semester Einberufung zur Luftwaffe.
1942-1944 an verschiedenen Fronten eingesetzt, besucht er in Frankreich oft das Musee Rodin. In Russland dient er als Fallschirmjäger, zahlreiche Verwundungen und Lazarettaufenthalte.
1945 gerät er im Januar, als Sanitäter eingesetzt, in englische Gefangenschaft, welche er in belgischen Zeltlagern verbringt. Er schnitzt und zeichnet viel um zu überleben.
Im Mai 1946 wird er „unfit“ entlassen. Im Juni setzt er seine Studien in der Bildhauerklasse von Prof. Sepp Mages fort. Er lernt seine Kollegin und spätere Frau Gerda kennen.
1950 ein erster privater Auftrag ermöglicht ein eigenes Atelier.
1951 Heirat, freie Arbeiten und einige private Aufträge.
1953 Geburt des Sohnes Thomas.
1954 sechs Monate Sanatoriumsaufenthalt wegen Gefangenschaftsspätfolge: TBC.
1955-1956 vier und drei Monate Sanatorium, danach Heilung durch neue Medikamente.In dieser Zeit erster öffentlicher Auftrag: Türgriffe! Es schließen sich Wettbewerbe an, welche er meist gewinnen und ausführen kann.
1956-1970 religiöse und profane Aufträge, Experimente und freie Arbeiten im Atelier aus Blei, Glas, Stein, Bronce, Stahl und später Kunststoff. Neben seiner Frau arbeiten zu dieser Zeit mehrere Mitarbeiter im Atelier bei harter Arbeit am Tag und frohen Festen in der Nacht. Es finden auch zahlreiche Reisen durch die Welt statt.
1970 nach reiflicher Überlegung nimmt er die Berufung an die Folkwangschule Essen an. Eine Arbeit welche ihm viel Freude macht.
1973 Professur der Universität Essen, daneben freiberufliche Arbeiten und Wettbewerbe.
1984 Gewinn des Wettbewerbs für ein Bergarbeiterdenkmal der Stadt Essen.
1985 Arbeitsbeginn an „Steile Lagerung“.
1985 Arbeit an dem Denkmal und vorzeitige Emeritierung.
1989 Aufstellung der „Steilen Lagerung“. Danach freiberuflich in seinem Atelier tätig.
2000 – am 2. Juli nach langer Krankheit in seinem Haus in Düsseldorf verstorben.